Der Zu-Erst-Drücker – ein Pendlerleben

Es gibt so Menschen, die sind immer im Stress. Immer. Wenn die Ansage zur nächsten Station vom Band der Bahn ertönt springen sie – die Zu-Erst-Drücker. Stehen flott vom Sitz auf und möchten unbedingt als erstes an der Tür stehen um den Zug schnell verlassen zu können. Und wehe, es stehen schon Menschen vorher da. Sie scharren ungeduldig mit den Füßen und wenn der innere Druck zu groß ist, wieseln sie sich einfach an einem vorbei – egal ob da ein Koffer steht oder Mensch.
Am besten: Wenn dieser Typus Pendler direkt hinter einem an der Tür steht. Dann schnellt die Hand voller Ungeduld hervor – auf den Taster um die Tür zu öffnen. So ungeduldig, dass noch nicht mal das grüne Licht zur Freigabe aufleuchten konnte. Sie drücken wie verrückt auf dem armen, sich nicht wehrenden Plastiktaster herum. Wer neben dran steht, dem bleibt nur ein müdes Lächeln übrig. Ein kecker Spruch hilft bei den Zu-Erst-Drückern auch nicht mehr weiter.

Gibt es wirklich täglich so dringende Termine, dass man nicht mal die zwei Minuten zum normalen Aussteigen hat und sich so rumpelig benehmen muss?